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Trocknet Gel-Nagellack von selbst
Nein, Gel-Nagellack trocknet nicht von selbst an der Luft, wie es bei normalem Nagellack der Fall ist.
Gewöhnlicher Nagellack trocknet, weil sich das darin enthaltene Lösungsmittel an der Luft verflüchtigt und die verbleibende Pigmentschicht schließlich aushärtet. Die Zusammensetzung des Nagellacks ist jedoch völlig anders. Er enthält spezielle Moleküle, die "Photoinitiatoren" genannt werden. Diese Moleküle sind sehr lichtempfindlich und reagieren nur dann chemisch, wenn sie mit Licht einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt werden. Dieser Prozess wird fachmännisch als "Polymerisation" bezeichnet, d. h., durch die UV-Lampe oder LED-Lampe wird das flüssige Kolloid zu einer harten, verschleißfesten Kunststoffbeschichtung.
Wenn Sie nicht vorhaben, eine professionelle Beleuchtungsausrüstung zu verwenden, wird diese Klebeschicht immer flüssig oder halbflüssig bleiben. Egal, ob Sie ein paar Stunden warten, einen Ventilator benutzen oder mit dem Mund ausatmen, die Oberfläche Ihrer Nägel wird auf jeden Fall aufgerieben.
Chemische Grundlagen des Nagellacks
Um zu verstehen, warum Nagellack nicht trocknen kann, müssen wir uns seine "Grundlage" ansehen. Gewöhnlicher Nagellack ist lösungsmittelbasiert, aber Gelnagellack ist eigentlich eine Mischung aus Acrylmonomeren und -oligomeren.

Diese Inhaltsstoffe sind in der Flasche stabil, aber sobald sie durch einen speziellen Katalysator aktiviert werden, schließen sie sich schnell zusammen wie eine Schnallenkette. Dieser Katalysator ist UV- (ultraviolettes) oder LED-Licht. Wenn das Licht auf den Fotoinitiator auf dem Nagellack trifft, löst es eine Kettenreaktion aus, die die ansonsten losen flüssigen Moleküle in eine vernetzte Struktur umwandelt und einen starken, lösungsmittelbeständigen Kunststoff bildet.
Ohne diese Lampe wäre diese Reaktion gar nicht in Gang gekommen. Daher werden die Nägel außerhalb der Lampe stunden- oder sogar tagelang getrocknet, und das Ergebnis ist dasselbe, immer noch "nass".
UV-Lampe im Vergleich. LED-Lampe: Die 2 einzigen Möglichkeiten für gehärteten Nagellack
Was ist der Unterschied zwischen den beiden auf dem Markt befindlichen Geräten, da eine Lichtquelle erforderlich ist?
- UV-Lampe: Diese Art von Lampe strahlt ein breites Spektrum aus, und es dauert in der Regel etwa 2 Minuten, um eine Nagellackschicht vollständig auszuhärten.
- LED-Leuchten: Sie strahlen konzentriertere, engere, spezifische Wellenlängen aus. Jetzt verwenden wir im Allgemeinen gerne diese, weil die Geschwindigkeit ist extrem schnell, in der Regel 30 bis 60 Sekunden getan werden kann.
Unabhängig von der Technologie besteht das Grundprinzip darin, die für die Bildung chemischer Bindungen erforderliche Energie bereitzustellen. Ich sehe oft, wie Leute versuchen, einen Haartrockner (auch wenn es ein kalter Wind ist) oder einen kleinen Ventilator auf dem Tisch zu verwenden. Das ist nutzlos. Diese Geräte können nur Luft bewegen und liefern nicht die elektromagnetische Strahlung, die eine Polymerisation bewirken kann.
Verbreitete Mythen
Viele DIY-Nagelliebhaber suchen gerne nach Alternativen zu Lichtern, aber aus chemischer Sicht sind die folgenden "schwarzen Technologien" im Grunde genommen Schrott:
- Haartrockner oder Ventilator: Wie bereits erwähnt, verflüchtigt sich Nagellack nicht, und Föhnen ist reine Zeitverschwendung.
- In Eiswasser einweichen: Eiswasser beschleunigt zwar die Aushärtung von normalem Nagellack, hat aber keinen Einfluss auf den Fotoinitiator im Nagelölgel.
- Direkte Sonnenbestrahlung: Ja, es gibt ultraviolette Strahlen in der Sonne, aber die Intensität ist zu gering und extrem instabil. Ich habe Leute gesehen, die diese Methode ausprobiert haben. Das Ergebnis ist oft "fake dry" - die Oberfläche sieht hart aus, in Wirklichkeit ist das Innere noch weich, mit ein wenig Kraft lässt sich das Ganze ablösen.

Die "klebrige Schicht" verstehen
Dies ist die am meisten missverstandene Stelle für Nagelneulinge. Viele Menschen haben das Gefühl, dass die Lampe noch klebrig ist, nachdem sie sie berührt haben. Sie denken, dass sie nicht trocken ist und vermuten sogar, dass die Lampe kaputt ist.
In der Tat handelt es sich dabei um eine sogenannte Sauerstoffinhibitionsschicht, die in der Industrie gemeinhin als schwimmender Klebstoff bezeichnet wird. Während des Aushärtungsprozesses verhindert der Sauerstoff in der Luft, dass die oberste Schicht des Klebers vollständig polymerisiert. Daher ist es ein ganz normales Phänomen, dass auf der Oberfläche des Nagels eine klebrige Schicht zurückbleibt.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass er nicht trocken ist, und ihn wieder ins tödliche Licht stellen, wird der Nagellack überladen und aushärten, wodurch er leicht reißen kann. Die Handhabung ist einfach:
Nachdem Sie die Versiegelungsschicht lange genug aufgetragen haben, wischen Sie sie 1 Mal mit 91% oder mehr Isopropylalkohol (sauberes Wasser) ab, und der Hochglanz wird sofort wieder sichtbar.
Oder verwenden Sie direkt No-Wipe Top Coat, dieses Produkt wurde speziell für Sauerstoffprobleme verbessert, und es ist direkt nach der Einnahme trocken.
Autor: Emma Roberts
Als professionelle Nageltechnikerin und Schönheitspädagogin mit über acht Jahren Erfahrung in der Salonbranche habe ich Tausenden von Kunden zu einer perfekten, lang anhaltenden Maniküre verholfen. Meine Leidenschaft ist es, die Chemie hinter der Nageltechnik zu entmystifizieren - etwa den faszinierenden Prozess der Polymerisation - um Heimwerkern zu helfen, häufige Fehler zu vermeiden und zu Hause Ergebnisse in Salonqualität zu erzielen.
FSM-Nagel